Verfassung
Osnabrück, 2. Juni 2017

Nachricht

Thema

Diakon – Dienst unter Gottes Segen

„Der Diakon, der macht das schon!“

Dieser geflügelte Satz ist in der Arbeit eines Diakons Fluch und Segen zugleich: Zum einen als Antwort, wenn die Frage auftaucht: "Wer übernimmt diese Aufgabe?" Zum anderen als beruhigender Zuspruch, wenn etwas kritisch anscheint. Meine Arbeit in der Gemeinde hier darzustellen,
bedarf eigentlich mehr als diese Spalte. Daher eine Kurzversion: Vor fast acht Jahren bin ich als Berufsanfänger in die Südstadtkirchengemeinde
gekommen und laut meinem Anrufbeantworter für die Konfirmanden- und Jugendarbeit unserer Südstadtkirchengemeinde zuständig. Qualifiziert
habe ich mich für diese Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Hannover, an der ich im Schnelldurchlauf Religionspädagogik und Diakonie studiert habe (und Sozialarbeit/Sozialpädagogik). Nach einem Berufspraktikum wurde ich zum Diakon eingesegnet. Ich begleite jährlich unsere über 100 Vor- und HauptkonfirmandInnen auf ihrem Weg zur Konfirmation. Zu dieser Konfirmandenzeit gehören Anmeldung und Konfirmation, Vorkonfiseminare und Hauptkonfitage, wöchentlicher Unterricht und Freizeiten, Ausflüge und Projekte, Seelsorge und Elterngespräche.

Eine weitere Zielgruppe, mit der ich zusammenarbeite, sind die jugend-lichen Ehrenamtlichen der Ev. Jugend Südstadt – grob sind das 50 junge Leute, die sich nach ihren Talenten und Zeitreserven in unsere Gemeinde-arbeit einbringen. Die Koordination, Ausbildung und Begleitung ist abend- und wochenendfüllend und bedarf einer Menge Kommunikation. Selten bin ich in den Hauptgottesdiensten unserer Gemeinde zu sehen und doch komme ich dieses Jahr auf circa 30 Zielgruppengottesdienste. Und als letzte
große Säule meiner Arbeit müssen die Freizeiten genannt werden. An unseren Kinder- und Jugendfreizeiten nehmen dieses Jahr über 100 junge Leute teil, dazu circa 25 Ehrenamtliche und viele „Freunde der Jugend“ im Bereich Küche und Logistik.

Viel meiner Arbeitszeit steckt tatsächlich in den Vor- und Nachbereitungen der einzelnen Maßnahmen. Jede Einheit will (möglichst aufwendig) vorbereitet und reflektiert sein.

Zu diesen ganzen Aufgaben kommen dann noch die Verwaltungsaufgaben: Sitzungen, Anträge und Statistiken, Gebäudemanagement und Zukunfts-orientierung. Langweilig wird es mir nie!

Andreas Holthaus