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Osterbräuche

Nachricht Osnabrück, 13. März 2018

WIE BLEIBT OSTERN IN UNSEREN FAMILIEN LEBENDIG

Warum überhaupt?
Ostern steht vor der Tür. Das bedeutet für die 
meisten Deutschen vor allem ein langes Wochenende, vielleicht sogar Ferien, Ostereier suchen und Beisammensein mit der Familie. Doch woher kommt dieses Fest eigentlich und was steckt hinter den Bräuchen, die wir alljährlich zelebrieren? Ostern ist das größte aller Feste im Kirchenjahreskreis. Jesus Christus ist auferstanden. Auch wenn es Tod und Leid noch gibt, so haben sie keine Macht mehr über uns. Darum hoffen Christen auf das ewige Leben.
 
Doch die Geschichte von Ostern beginnt bereits am Gründonnerstagabend mit einem Abendmahlsgottesdienst. Am Karfreitag ist Ruhe. Oft wird der Gottesdienst zu Jesu Todesstunde um 15 Uhr begangen. Hier erinnern wir uns daran, was Jesu Sterben am Kreuz für uns Christen bedeutet. In vielen Gemeinden, so auch bei uns, wird der Altar geleert. Er strahlt nichts feierliches mehr aus. Wir sollen nicht vergessen, dass vor der Auferstehung, Jesu Tod liegt. Der Karsamstag ist der Grabesruhe gewidmet. Die österliche Freudenzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten (»pentekostē« = der fünfzigste Tag).

Bräuche
Um diese heilige und besondere Zeit haben sich viele Traditionen entwickelt. Da wäre der Osterspaziergangzu nennen, den viele Familien pflegen. Im Lukasevangelium wird von zwei Jüngern berichtet, die von Jerusalem nach Emmaus spazieren. Dabei treffen sie auf den auferstanden Jesus Christus, aber erkennen ihn nicht.
 
Zum Osterfest kommt bei vielen Christen, aber nicht nur dort, das traditionelle Osterlammauf den Tisch. Entweder als Fleisch oder auch gebacken. Das Symbol des Osterlammes hat seine Herkunft schon im Neuen Testament. Mit dem Lamm ist Jesus selbst als Lamm Gottes (»Agnus Dei«) gemeint, denn bei Johannes 1,29 steht:
»Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!«. 
Damit wird der Tod und die Auferstehung Jesu angesprochen, mit der er die Menschen erlöst hat. Deshalb findet das Symbol des Lammes zur Osterzeit seine häufigste Verwendung, da eben dieser Erlösungstat Jesu am höchsten Fest der Christenheit in besonderer Weise bedacht wird.

Pastor Hilko Danckwerts