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Osnabrück, 24. Oktober 2017

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Bericht aus dem Kirchenvorstand

Über Qualität kann man streiten - wie bekanntlich über Geschmack. Jede und jeder hat andere Vorstellungen darüber, was gut oder weniger gut ist. Vieles stellt einen Kompromiss dar, bei dem die Angebote an verschiedene Zielgruppen, Aufwand und Kosten sowie die Machbarkeit angesichts beschränkter personeller und finanzieller Mittel berücksichtigt werden müssen. Die Größe unseres Kirchenvorstandes ermöglicht es, verschiedene Interessen und damit auch Qualitätsvorstellungen abzubilden.

Aber bei allen Kompromissen und Abwägungsprozessen gibt es gewissermaßen einen Kernbestand an Aufgaben: Einen Pflichtenkatalog, den es zu erfüllen gilt. Hierzu zählen sicherlich Gottesdienste, Kasualien und Seelsorge.

Um die entstandene Vakanz abzumildern, hat der Kirchenvorstand zugestimmt, den Stellenanteil von Pastorin von Häfen um eine halbe Stelle – wie berichtet - und die Stelle von Pastorin Telscher-Bultmann um einen Viertel-Stellenanteil übergangsweise aufzustocken. Dies gilt bis zur Wiederbesetzung der Pfarrstelle Mitte.

Hier geht es uns um Verlässlichkeit für die vielen Angebote unserer Gemeinde, dies ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal unserer Südstadtkirchengemeinde.

Es gibt aber noch viele andere Bereiche, in denen sich das Funktionieren einer Gemeinde zeigt. Aus der Kirchenvorstandsarbeit der letzten Jahre wissen wir, dass die Größe der Gemeinde eine Herausforderung an die Organisation einer Gemeinde darstellt. Was in einer kleinen Gemeinde mit wenigen Liegenschaften "um den Kirchplatz" und vielleicht einer Pfarrstelle noch auf dem kleinen Dienstweg geregelt werden kann, erfordert in großen Gemeinden gesicherte Strukturen in Organisation und Ablauf. I m Finanzbereich haben wir den ersten großen Schritt getan, indem wir den Haushalt budgetiert haben. Das bedeutet: Jeder Arbeitsbereich hat eine Kostenstelle, die von einem Verantwortlichen kontrolliert und verwaltet wird.

Die Organisation der Verwaltung der Gemeinde, des Kirchenvorstandes und die Zusammenarbeit der Gremien ist ein weiterer Bereich, der jetzt in Angriff genommen werden soll. Hierbei ist uns ein Projekt der Landeskirche zur Hilfe gekommen, dass die Qualitätsentwicklung in den Gemeinden fördern soll.

Eine Arbeitsgruppe aus Gemeindegliedern und Mitgliedern des Kirchenvorstandes wurde gegründet. Ihr gehören an: Pastorin Telscher-Bultmann, Ulrich Klewer, Daniel Matzner, Ulf Jürgens, Antje Kassler und Sven Hartwig. Sie werden in einem eineinhalb Jahre laufenden Projekt Methoden erarbeiten, um Aufgaben und Themen in der Gemeinde von der Idee bis zur Realisierung planvoll anzugehen und umzusetzen. Für die Zukunft werden Methoden entwickelt, um einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzuschieben.

Konkret wird es darum gehen, eine Art "Gemeindehandbuch" zu erarbeiten, in dem etwa Grundsatzbeschlüsse, das Leitbild der Gemeinde und Ähnliches dokumentiert werden, damit sie für alle transparent sind.

Weiter soll ein Organigramm der Gemeindeverwaltung erarbeitet werden, um Verantwortlichkeiten klarzustellen und schließlich soll eine Geschäftsordnung für den Kirchenvorstand erarbeitet werden.

Unsere Gemeinde bekommt dadurch die Chance einer umfassenden Qualitätssicherung, die vieles dem neuen Kirchenvorstand in den nächsten Jahren leichter machen wird.

 

Sven Hartwig