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Osnabrück, 2. Juni 2017

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Bericht aus dem Kirchenvorstand

Nach der Pensionierung von Pastor Wolter: Zwei "Neue" in den Startlöchern.

Die Würfel für die Wiederbesetzung der durch die Pensionierung von Pastor Wolter frei gewordenen Stelle sind gefallen. Der Kirchenvorstand
hält an seinem Wunsch fest, die neu zu besetzende Pfarrstelle zur Hälfte mit Pastorin Telscher-Bultmann zu besetzen, die – obwohl seit Jahren in der Gemeinde tätig – das förmliche Bewerbungsverfahren für eine Gemeinde-pastorin durchlaufen muss, zu dem auch eine Aufstellungspredigt gehört. Als Termin hierfür ist der 4. Juni um 11 Uhr in der Lutherkirche vorgesehen. Die andere Stellenhälfte wird formal durch eine Entscheidung des Superintendenten besetzt, der allerdings bereits zu Beginn des Besetzungsverfahrens deutlich gemacht hat, einen Besetzungswunsch der Gemeinde zu berücksichtigen. Der Kirchenvorstand hatte am 9. Mai Gelegenheit, die beiden Bewerberinnen im Rahmen von Vorstellungs-gesprächen und einer sich anschließenden Befragung kennenzulernen.
Die Wahl ist auf Pastorin Ina von Häfen gefallen, die im Laufe des Ernennungsverfahrens aus dem Kölner Raum nach Osnabrück ziehen wird. Mit ihr gewinnt die Gemeinde ein im hohen Maße kommunikatives
Mitglied für das Team der Hauptamtlichen.

Gemeindehaus Luther
– Sanierung oder Abriss und Neubau?

Auch sind die Würfel zur Verbesserung der baulichen Situation des Gemeindehauses am Standort Luther gefallen. Zur Diskussion standen eine bauliche Sanierung des bestehenden Gemeindehauses oder aber ein Neubau. Der Kirchenvorstand befürwortet einen Neubau auf der der Miquelstraße abgewandten Kirchenseite, der unmittelbar an die Luther-kirche angebaut werden soll. Ein Neubau ist von fachkundiger Seite empfohlen worden, auch wenn es planerisch ein aufwendiges Unterfangen ist. Um möglichst viele Ideen für die planerische Gestaltung des Neubaus zu sammeln und in die Planungen, die unter Beteiligung unter anderem des Denkmalschutzes zu erfolgen haben, einfließen zu lassen, wird es einen Architektenwettbewerb geben, für den der Kirchenvorstand die ersten Mittel bereitgestellt hat.

Welche Immobilien braucht die Gemeinde in Zukunft?

Im Vorfeld dieses Architektenwettbewerbs ist eine genaue Analyse des Gebäudebestandes der Gemeinde und dessen Nutzung zu erstellen, die in
der Gesamtschau einen Neubau in der gewünschten Größe rechtfertigen muss. Hierbei ist bereits heute absehbar, dass ein Neubau zusammen mit
dem übrigen Gebäudebestand mehr Gebäudefläche umfassen wird, als unserer Gemeinde relativ zu der Anzahl ihrer Gemeindeglieder zusteht. Hier gilt es aber auch Sondereffekte zu berücksichtigen. Diese entstehen zum einen dadurch, dass es sich um eine fusionierte Gemeinde handelt, bei
der jede ehemals selbstständige Gemeinde ihren Gebäudebestand miteingebracht hatte. Deshalb ist der Kirchenvorstand auch bereit, Teile der Liegenschaften – beispielsweise Teile des Pfarrgartens Heckerstraße und das Areal der Melanchthonkirche nebst zugehörigem Gemeindehaus – zu veräußern und entsprechende Erlöse auch zur Refinanzierung des Neubaus einzusetzen. Zum anderen entstehen Sondereffekte dadurch, dass die Gemeinde für das Lukas-Familienzentrum Gebäudeflächen vorhält, mit denen – als diakonischer Schwerpunkt – ein Angebot für die Allgemeinheit abgedeckt wird, ohne dass diese Gebäudeflächen der Gemeindearbeit im
engeren Sinne dienen. Welche Folgerungen aus diesen Sondereffekten zu ziehen sind, wird im Sommer zu entscheiden sein.

Sven Hartwig