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Zeit für Freiräume 2019

Nachricht Osnabrück, 13. November 2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

was ist Advent für Sie? - „Na, Vorweihnachtszeit,
volle Kaufhäuser, volle Züge und betriebliche
Weihnachtsfeiern.“ „Adventskranz, Nüsse,
Musik und ein Buch.“ „Advent ist was für Kinder.“
„ Puh, ..., habe ich ehrlich gesagt noch nie
drüber nachgedacht.“
Kirchlich gesehen ist der Advent Erwartungszeit.
Sich öffnen für die Ankunft Gottes in dieser
Welt. „Macht hoch die Tür“ - die Lieder in
unseren Gottesdiensten sind Vorbereitungs- und Empfangslieder. Es geht darum, eine Haltung einzuüben.

Der Adventskalender ist eine gute Anleitung dafür: Spannung aushalten. Vorfreude auskosten. Diese Zeit will den üblichen Rhythmus unterbrechen.
Einfach anders sein und anderes machen und sich mit anderem beschäftigen: Was erhoffe ich im Leben? Advent ist Zeit, nach dem Wesentlichen zu fragen.

Zugegeben, sich diese Zeit zu nehmen, ist gar nicht so einfach in einer beschleunigten Welt, die das Warten und Hoffen verlernt hat. Das geht uns ja nicht nur im Dezember so. Deshalb lädt die Landeskirche ein, sich 2019 „Zeit für Freiräume“ zu nehmen und mit Lust und Phantasie nach dem Wesentlichen zu fragen. Auch und gerade in der Kirche. Es soll ein Jahr sein für Aufbrüche und Fragen, für Unterbrechungen und vielleicht auch für Neubeginn.

Jetzt aber wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit – die Freude und den Sinn für das Licht, das langsam, langsam die Dunkelheit vertreibt und uns erhellt.

Ihre Landessuperintendentin
Birgit Klostermeier