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CORONA und der Umgang mit der Angst

Nachricht Osnabrück, 24. Mai 2020

Die Meldungen über das Corona-Virus verunsichern und sorgen allerorts für Unruhe. Ich habe das Gefühl: Noch ehe uns das Virus persönlich nahekommt, erkranken wir schon an der Angst vor ihm.

Gebannt schauen viele von uns jeden Tag auf den Fernseher, wenn die neuen Zahlen über Erkannte und Todesfälle des RKI veröffentlicht werden. Es ist wie ein Ritual, das allerdings nicht bestärkt, sondern verwirrt. Ja, ich erlebe viele Menschen, die Angst haben und verunsichert sind. Die sich nicht nur um ihre und die Gesundheit ihrer Lieben, sondern auch um eine drohende Wirtschaftskrise und um ihren Arbeitsplatz Sorgen machen. Kürzlich äußerte eine Frau mir gegenüber am Telefon, dass sie Angst habe, bald überhaupt keine Lebensmittel mehr zu bekommen! Es ist ein seltsames Gefühl, mit ansehen zu müssen, wie mitten in einer Zeit des Überflusses die Läden in Bezug auf bestimmte Produkte leerer wurden.

In Psalm 91 lese ich, dass Gott mir seinen Schutz zugesagt hat. Er versichert mir, dass ich trotz steigender Anzahl von Infizierten und der ungewissen Wirtschaftslage immer noch unter dem Schutz des Höchsten leben und Ruhe im Schatten des Allmächtigen finden kann. Ich verfolge bewusst nicht nonstop die Nachrichten, sondern höre zu, was mir der Psalm zu sagen hat, nämlich dass Gott mich zu allen Zeiten mit seinen Flügeln bedecken wird und ich bei ihm Zuflucht finde. Dass ich mich nicht fürchten muss vor den Gefahren, die auf mich lauern, also auch nicht vor der Gefahr einer Pandemie.

 

„WER IM SCHUTZ DES HÖCHSTEN LEBT, DER FINDET RUHE IM SCHATTEN DES ALLMÄCHTIGEN. DER SPRICHT ZU DEM HERRN: DU BIST MEINE ZUFLUCHT UND MEINE BURG, MEIN GOTT, DEM ICH VERTRAUE. DENN ER WIRD DICH VOR ALLEN GEFAHREN BEWAHREN UND DICH IN TODESNOT BESCHÜTZEN. ER WIRD DICH MIT SEINEN FLÜGELN BEDECKEN, UND DU FINDEST BEI IHM ZUFLUCHT. SEINE TREUE SCHÜTZT DICH WIE EIN GROSSER SCHILD. FÜRCHTE DICH NICHT VOR DEN ANGRIFFEN IN DER NACHT UND HABE KEINE ANGST VOR DEN GEFAHREN DES TAGES, VOR DER PEST, DIE IM DUNKELN LAUERT, VOR DER SEUCHE, DIE DICH AM HELLEN TAG TRIFFT.“
PSALM 91, 1–6

Pastor Danckwerts